Cacciatore che osserva con il binocolo multispettrale HIKMICRO HABROK 4K 2.0 al margine del bosco

Wärmebild- und Nachtsichtgeräte: Wärmebild, digital oder multispektral richtig wählen

Wärmebild- und Nachtsichtgeräte: die richtige Wahl

Ein Wärmebildgerät und ein Nachtsichtgerät helfen beide dort, wo das Auge nicht mehr ausreicht, arbeiten jedoch völlig unterschiedlich. Das Wärmebildgerät „sieht“ die Wärme, die Tiere und Gegenstände abstrahlen, auch in völliger Dunkelheit; das digitale Nachtsichtgerät erfasst sichtbares und infrarotes Licht mit einem Sensor ähnlich dem einer Kamera, unterstützt von einem IR-Strahler. Daneben gibt es multispektrale Geräte, die beide Kanäle in einem einzigen Gerät vereinen.

In diesem Ratgeber zeigen wir, wie die verschiedenen Technologien funktionieren, welche technischen Merkmale wirklich zählen (Sensorauflösung, NETD, Objektiv, Detektionsreichweite, Display, Akku), worin sich Monokular, Fernglas, Zielfernrohr und Vorsatzgerät (Clip-on) unterscheiden, wie die Modellbezeichnungen von Nocpix und HIKMICRO zu lesen sind und welche Einsatzbereiche es gibt, ergänzt um einen Hinweis auf die italienische Rechtslage. Die technischen Daten entsprechen den Herstellerangaben.

Wärmebild, digitale Nachtsicht oder Multispektral: die Unterschiede

So funktioniert ein Wärmebildgerät

Jeder Körper strahlt abhängig von seiner Temperatur Infrarotstrahlung ab. Herzstück eines Wärmebildgeräts ist ein ungekühltes Mikrobolometer, fast immer aus Vanadiumoxid (VOx): eine Pixelmatrix, die kleinste Temperaturunterschiede in der Szene misst und in ein Bild umwandelt. Das Wärmebildgerät benötigt keinerlei Licht, arbeitet bei Tag und bei Nacht gleich und hebt ein warmes Tier auch dann hervor, wenn es in der Vegetation getarnt ist.

Es hat jedoch Grenzen: Es sieht nicht durch Glas (eine Autoscheibe oder das Fenster einer Kanzel blockieren das Bild), zeigt keine Farben und Details wie eine herkömmliche Optik, und das Bild verliert an Kontrast, wenn alles dieselbe Temperatur hat, zum Beispiel nach langem Regen.

So funktioniert ein digitales Nachtsichtgerät

Das digitale Nachtsichtgerät verwendet einen hochempfindlichen CMOS-Sensor, wie er auch in Videokameras steckt. Am Tag liefert es ein Farbbild; in der Dämmerung und bei Nacht nutzt es das Restlicht und vor allem einen integrierten oder zusätzlichen Infrarot-Strahler, der die Szene mit für das menschliche Auge (nahezu) unsichtbarem Licht ausleuchtet. Das Bild ist „natürlicher“ und detailreicher als ein Wärmebild und eignet sich zum Ansprechen des Stücks, die nächtliche Reichweite hängt jedoch von der Leistung des IR-Strahlers ab und liegt deutlich unter der Detektionsreichweite eines Wärmebildgeräts.

Daneben gibt es analoge Nachtsichtgeräte mit Bildverstärkerröhre (die sogenannten Generationen), die das Restlicht verstärken. Dabei handelt es sich um eine andere Technologie, die in diesem Ratgeber nicht behandelt wird.

Multispektral: Wärmebild und Digital in einem Gerät

Multispektrale Geräte vereinen einen Wärmebild- und einen Digitalkanal, häufig mit Laser-Entfernungsmesser. Mit dem Wärmebild wird das Tier auch auf große Entfernung entdeckt; anschließend wechselt man auf den Digitalkanal, um es im Detail anzusprechen. Diesen Ansatz verfolgen die Serien HIKMICRO HABROK und Nocpix OMNI.

Wärmebild Digitale Nachtsicht Multispektral
Was wird erfasst Wärme (abgestrahlte Infrarotstrahlung) Sichtbares Licht und reflektiertes Infrarot Beides, auf zwei Kanälen
Wird Licht benötigt? Nein, funktioniert in völliger Dunkelheit Ja: Restlicht oder IR-Strahler Nur für den Digitalkanal
Einsatz am Tag Ja Ja, in Farbe Ja
Stärke Tiere auf große Entfernung finden, auch verdeckte Detailreiches, natürliches Bild, günstigerer Preis Wärmebildsuche und Ansprechen in einem Gerät
Grenzen Keine Farben, sieht nicht durch Glas Nächtliche Reichweite durch den IR-Strahler begrenzt Höheres Gewicht und höherer Preis
Beispiele im Sortiment Nocpix LUMI, HIKMICRO LYNX HIKMICRO ALPEX und CHEETAH, Nocpix NITE HIKMICRO HABROK, Nocpix OMNI
Jäger beobachtet die mediterrane Macchia mit dem Wärmebild-Monokular HIKMICRO LYNX 3.0
Mit dem Wärmebildgerät lässt sich Wild auch in dichter Vegetation entdecken. Foto: HIKMICRO

Die technischen Merkmale, die zählen

Sensorauflösung

Sie gibt die Pixelzahl des Mikrobolometers an und ist der wichtigste Wert eines Wärmebildgeräts: Mehr Pixel bedeuten schärfere Konturen, mehr Details und ein Bild, das beim Zoomen besser standhält. Sie darf nicht mit der Auflösung des Displays verwechselt werden, die fast immer höher ist.

  • 256×192: Einstiegsniveau, geeignet für die Beobachtung auf kurze und mittlere Distanz und für die Suche nach dem Stück.
  • 384×288: guter Kompromiss zwischen Preis und Leistung für die Jagd auf mittlere Distanzen.
  • 640×512: laut Nocpix die ausgewogenste Wahl für die meisten Jäger, mit deutlich mehr Details auch bei Vergrößerung.
  • 1280×1024: derzeit das Maximum im zivilen Bereich, für Beobachtung auf große Distanz mit bestmöglicher Auflösung.

Pixelabstand (Pixel Pitch)

Er bezeichnet den Abstand zwischen den Mittelpunkten zweier benachbarter Pixel in Mikrometern (µm). Heute sind 12 µm Standard, während ältere Modelle 17 µm verwendeten. Ein kleinerer Pixelabstand ermöglicht kompaktere Sensoren und bei gleichem Objektiv eine höhere Grundvergrößerung.

Thermische Empfindlichkeit (NETD)

Die NETD (Noise Equivalent Temperature Difference) ist der kleinste Temperaturunterschied, den der Sensor unterscheiden kann, angegeben in Millikelvin (mK). Je niedriger, desto besser: Das Bild bleibt auch bei Regen, Nebel, hoher Luftfeuchtigkeit oder wenn das Tier eine ähnliche Temperatur wie der Hintergrund hat, kontrastreich und detailliert. Nocpix empfiehlt Werte um 20 mK oder darunter; die neuesten Modelle von Nocpix und HIKMICRO geben ≤15 mK an, die Nocpix-Serie ACE 2 erreicht ≤12 mK.

Objektiv: Brennweite und Blende

Die Brennweite des Objektivs (in mm) bestimmt die Grundvergrößerung und das Sehfeld: Eine kurze Brennweite erfasst einen großen Bereich, ideal zum Absuchen des Geländes und für die Bewegung im Wald; eine lange Brennweite vergrößert stärker, verengt aber das Sehfeld und eignet sich für die Beobachtung auf große Distanz. Die Blende (F0,9 – F1,2) gibt an, wie viel Wärmeenergie das Objektiv sammelt: Niedrigere Werte ergeben ein helleres und kontrastreicheres Bild.

Gut erkennbar ist das im Vergleich der Monokulare HIKMICRO LYNX 3.0:

Modell Sensor Objektiv Grundvergrößerung Sehfeld Angegebene Detektionsreichweite
LYNX LE10 3.0 256×192 9,7 mm 1,4× 18° 500 m
LYNX LE15 3.0 256×192 15 mm 2,2× 11,7° 750 m
LYNX LH19 3.0 384×288 19 mm 1,9× 13,8° 900 m
LYNX LH25 3.0 384×288 25 mm 2,5× 10,5° 1.200 m
LYNX LH35 3.0 384×288 35 mm 3,4× 7,5° 1.800 m

Auch die Auflösung beeinflusst das Sehfeld: Das Fernglas Nocpix QUEST H50R (640×512, 50 mm) erfasst auf 100 m einen Bereich von 15,4 × 12,3 m, während das QUEST S50R mit demselben Objektiv, aber 1280×1024-Sensor, 30 × 24 m erreicht und dabei ein scharfes Bild behält.

Vergrößerung und Digitalzoom

Die Vergrößerung eines Wärmebildgeräts beginnt bei einem (optischen) Grundwert und setzt sich mit dem Digitalzoom fort, der das Bild vergrößert, ohne Informationen hinzuzufügen: Ab einem gewissen Punkt wird das Bild pixelig. Deshalb kommt ein hochauflösender Sensor vor allem beim Vergrößern zur Geltung. Einige Modelle, wie die Nocpix-ACE-Zielfernrohre, bieten zusätzlich einen optischen Okularzoom, der ohne Auflösungsverlust vergrößert.

Detektions-, Erkennungs- und Identifikationsreichweite

Die in den Datenblättern angegebene Reichweite ist fast immer die Detektionsreichweite: die Entfernung, auf der ein Objekt von etwa 1,7–1,8 m (Nocpix verwendet ein Ziel von 1,7 × 0,5 m) einige wenige Pixel einnimmt. Das bedeutet zu sehen, dass „da etwas Warmes ist“, nicht aber, was es ist. Die Berechnung beruht auf den Johnson-Kriterien unter idealen Bedingungen:

  • Detektion: Das Objekt deckt etwa 2 Pixel ab; man nimmt eine Wärmequelle wahr.
  • Erkennung: etwa 6 Pixel, also rund ein Drittel der Detektionsreichweite; man erkennt die Tierart.
  • Identifikation: etwa 12 Pixel, rund ein Sechstel der Detektionsreichweite; Details lassen sich beurteilen.

In der Praxis sind die tatsächlichen Entfernungen bei Nebel, Regen oder Vegetation kürzer. Um zwei Modelle zu vergleichen, sind Auflösung, Objektiv und NETD aussagekräftiger als die Detektionsreichweite allein.

Bildwiederholrate

Sie gibt an, wie oft pro Sekunde das Bild aktualisiert wird. Jagdliche Wärmebildgeräte arbeiten mit 50 oder 60 Hz: ein flüssiges Bild, wenn man ein ziehendes Tier verfolgt oder einen Schwenk macht. Niedrige Werte (5–10 Hz, typisch für manche Wärmebildkameras für Smartphones) liefern ein ruckelndes Bild.

Display

Das Display ist das, was das Auge tatsächlich betrachtet. Aktuelle Modelle verwenden OLED- oder AMOLED-Mikrodisplays mit tiefem Schwarz und hohem Kontrast. Die Spanne reicht von 1024×768 bei Einstiegsmodellen über Full HD 1920×1080 bis zu den runden 2560×2560-Displays der Nocpix-ACE-Zielfernrohre. Ein gutes Display macht das Bild besser lesbar, fügt aber keine Details hinzu, wenn der Sensor niedrig auflöst.

Farbpaletten

Das Wärmebild lässt sich mit verschiedenen Paletten darstellen: White Hot (warm = weiß, die meistgenutzte), Black Hot (warm = schwarz, für manche natürlicher), Red Hot (hebt die wärmsten Quellen rot hervor) sowie Farb- und Fusionspaletten. Dunkle oder rote/grüne Paletten ermüden die Augen weniger und stören die Dunkeladaptation des Auges weniger.

Kalibrierung und Shutterless-Technologie

Damit das Bild gleichmäßig bleibt, muss sich der Wärmebildsensor regelmäßig kalibrieren. Bei herkömmlichen Modellen schließt sich dazu kurz ein interner Verschluss, begleitet von einem leisen „Klick“ und einem kurzen Einfrieren des Bildes. Shutterless-Technologien wie das HSIS-System von HIKMICRO führen die Kalibrierung im Hintergrund durch, ohne die Sicht zu unterbrechen.

Integrierter Laser-Entfernungsmesser

Viele Modelle verfügen über einen Laser-Entfernungsmesser (Kennbuchstabe L bei HIKMICRO und R bei Nocpix), der die Entfernung zum Objekt misst, in der Regel bis 1.000–1.200 m. In einem Zielfernrohr arbeitet der Entfernungsmesser mit dem ballistischen Rechner zusammen, um den Treffpunkt entfernungsabhängig zu korrigieren.

Akku, Laufzeit und Robustheit

  • Akku: Wechselbare 18650-Akkus lassen sich auch im Dunkeln in wenigen Sekunden tauschen; einige Modelle kombinieren einen integrierten Akku mit einem 18650-Akku für längere Einsätze.
  • Laufzeit: Die angegebenen Laufzeiten liegen meist zwischen 4 und 8 Stunden und verkürzen sich bei Kälte, aktivem WLAN und während der Aufnahme.
  • Dichtigkeit: Die Schutzart IP67 gewährleistet Schutz gegen Regen und zeitweiliges Untertauchen.
  • Aufnahme und App: interner Speicher (16–64 GB), Foto und Video, WLAN und eigene Apps für das Streaming auf das Smartphone. Bei Zielfernrohren ist die rückstoßaktivierte Aufnahme nützlich.
Jäger beobachtet mit einem Nocpix Wärmebild-Monokular am Ufer eines Bergsees
Ein kompaktes Monokular mit wechselbarem Akku begleitet jeden Pirschgang, auch die längsten. Foto: Nocpix

Digitale Nachtsicht: IR-Strahler mit 850 oder 940 nm

Bei digitalen Nachtsichtgeräten hängt die nächtliche Reichweite vom Infrarot-Strahler ab, und die Wellenlänge macht den Unterschied:

  • 850 nm: leuchtet weiter und liefert ein helleres Bild, der Strahler erzeugt jedoch ein schwaches rötliches Glimmen, das aus kurzer Entfernung sichtbar ist.
  • 940 nm: praktisch unsichtbar und damit unauffälliger gegenüber dem Wild, bei gleicher Leistung aber mit geringerer Reichweite.

HIKMICRO gibt die Wellenlänge im Namen an: Die Versionen mit dem Buchstaben N (zum Beispiel CHEETAH C32F-SN oder HABROK 4K HE25LN) verwenden den 940-nm-Strahler. Bei den ALPEX-Zielfernrohren wird der IR-Strahler mit den Lampen HM-L128IR mit 850 nm oder HM-L129IR mit 940 nm ergänzt, während das Nocpix NITE D70R über Dual-Band-IR-Strahler mit 850/940 nm verfügt.

Monokular, Fernglas, Zielfernrohr oder Clip-on

Wärmebild-Monokular: das Gerät für die Suche

Das Monokular ist das am weitesten verbreitete Wärmebildgerät: leicht, mit einer Hand zu halten und ideal, um das Gelände abzusuchen, Wild zu entdecken und das Revier vor und nach der Jagd zu kontrollieren. Für die Bewegung im Wald empfiehlt sich eine kurze Brennweite mit großem Sehfeld; für die Beobachtung von Wiesen und Lichtungen auf Distanz eine Brennweite ab 35 mm. Im Sortiment finden Sie die Serien Nocpix LUMI und VISTA sowie HIKMICRO LYNX, FALCON und CONDOR.

Wärmebild- und Multispektral-Fernglas: lange beobachten

Das Fernglas wird mit beiden Augen genutzt: Es ermüdet bei langen Beobachtungen weniger, etwa auf dem Hochsitz, und liegt wie ein herkömmliches Fernglas in der Hand. Es ist schwerer und teurer als ein Monokular. Die Serien im Sortiment sind Nocpix QUEST (nur Wärmebild, mit Entfernungsmesser) und OMNI (multispektral) sowie HIKMICRO HABROK und RAPTOR (multispektral).

Wärmebild-Fernglas Nocpix QUEST in der Hand im Wald
Die Wärmebild-Ferngläser Nocpix QUEST haben die Form eines herkömmlichen Fernglases und einen integrierten Entfernungsmesser. Foto: Nocpix

Wärmebild- oder digitales Zielfernrohr

Das Wärmebild- oder digitale Zielfernrohr besitzt ein elektronisches Absehen und wird wie ein herkömmliches Zielfernrohr mit passenden Ringen oder Schienen auf der Waffe montiert. Neben den bereits genannten Parametern zählen die angegebene Rückstoßfestigkeit, der Augenabstand (je größer, desto sicherer ist die Optik bei starken Kalibern), speicherbare Einschießprofile für verschiedene Waffen oder Munitionssorten und die Präzision der Verstellklicks.

Im Sortiment finden Sie die Wärmebild-Zielfernrohre Nocpix ACE, ACE 2 und BOLT sowie HIKMICRO STELLAR, PANTHER, NEOS und THUNDER, außerdem die digitalen Tag/Nacht-Zielfernrohre HIKMICRO ALPEX und CHEETAH sowie Nocpix NITE. Digitale Zielfernrohre sind die günstigste Lösung für alle, die eine Optik für Tag und Nacht suchen.

Wärmebild-Zielfernrohr Nocpix ACE auf einem Jagdgewehr montiert
Wärmebild-Zielfernrohr der Nocpix-Serie ACE auf einem Repetierer. Foto: Nocpix
Schütze schießt ein Nocpix Wärmebild-Zielfernrohr ein, mit eingeblendetem Wärmebild samt Absehen
Das Einschießen auf dem Schießstand und im Bildausschnitt das Wärmebild mit Absehen. Foto: Nocpix

Wärmebild- oder digitales Clip-on: ohne das Zielfernrohr zu wechseln

Das Clip-on (Vorsatzgerät) wird über einen Adapter vor dem Objektiv des Tageszielfernrohrs montiert und ergänzt die Wärmebild- oder Digitalsicht, wobei Absehen und Treffpunktlage des Zielfernrohrs erhalten bleiben. Es ist die Wahl für alle, die dieselbe Waffe und dieselbe Optik bei Tag und bei Nacht nutzen möchten. Erforderlich ist der passende Adapter für den Objektivdurchmesser des Zielfernrohrs (HIKMICRO bietet THUNDER-Adapter mit 50 mm und 56 mm sowie weitere Größen), und es empfiehlt sich der Einsatz bei niedriger bis mittlerer Vergrößerung: Die Hersteller geben die maximal empfohlene Vergrößerung des Zielfernrohrs an. Mit dem passenden Okular lassen sich viele Clip-on-Geräte in ein Monokular umwandeln.

Im Sortiment: Nocpix MATE LITE, MATE H38R und MATE H50R, HIKMICRO THUNDER TH35C 3.0, THUNDER TE19CR 2.0 sowie die digitalen Clip-on-Geräte CHEETAH.

2-in-1-Geräte

Einige Modelle sind für einen doppelten Einsatz konzipiert. Die Nocpix SLIM L35 und SLIM H35 lassen sich als Handmonokular oder als Zielfernrohr nutzen und wechseln dank Schnellspannmontage zwischen beiden Modi, ohne neu eingeschossen werden zu müssen.

So lesen Sie die Bezeichnungen von Nocpix und HIKMICRO

Die Bezeichnungen beider Marken folgen einer klaren Logik: Ein Buchstabe steht für die Auflösung des Wärmebildsensors, die Zahl für die Brennweite des Objektivs in Millimetern und ein Suffix für zusätzliche Funktionen.

Wärmebildsensor Buchstabe Nocpix Buchstabe HIKMICRO Beispiele im Sortiment
256×192 P E Nocpix LUMI P13, HIKMICRO LYNX LE15 3.0
384×288 L H Nocpix LUMI L35, HIKMICRO STELLAR SH35 3.0
640×512 H Q Nocpix LUMI H35, HIKMICRO FALCON FQ35 2.0
1280×1024 S X Nocpix QUEST S50R, HIKMICRO HABROK Pro HX60LS
  • Achtung beim Buchstaben H: Bei Nocpix steht er für 640×512, bei HIKMICRO für 384×288. Eine Ausnahme ist das LYNX LH15 3.0, das laut HIKMICRO einen 320×240-Sensor besitzt.
  • Zahl: die Brennweite des Wärmebildobjektivs, zum Beispiel 35 = 35 mm.
  • Laser-Entfernungsmesser: Suffix R bei Nocpix (VISTA H50R), L bei HIKMICRO (LYNX LQ35L, FALCON FQ50L).
  • HIKMICRO N: IR-Strahler mit 940 nm (HABROK HQ50LN, CHEETAH C32F-SN).
  • Nocpix D: digitaler Tag/Nacht-Kanal (NITE D70R, NITE PRO D50R).
  • Version: „2.0“ oder „3.0“ bezeichnen die Generation der HIKMICRO-Serie, „ACE 2“ die zweite Nocpix-Generation.

Nocpix und HIKMICRO: die Produktlinien im Sortiment

Nocpix

Nocpix ist eine auf Wärmebildtechnik für die Jagd spezialisierte Marke mit 12-µm-VOx-Sensoren und NETD bis ≤12 mK, AMOLED-Displays (Vision+) und der Bildverarbeitung Reality+ (R+).

  • LUMI: kompakte Monokulare mit F0,9-Objektiven, vom LUMI P13 (256×192) bis zum LUMI H35 (640×512), auch mit Entfernungsmesser (L35R, H35R).
  • VISTA: Monokulare der Oberklasse mit Entfernungsmesser und Bildstabilisierung, wie das VISTA H50R.
  • QUEST: Wärmebild-Ferngläser mit 1.000-m-Entfernungsmesser und Doppelakku (H35R, H50R, S50R).
  • OMNI: multispektrale Ferngläser mit 8K-Digitalkanal, Wärmebild und Entfernungsmesser (L19R, H35R).
  • ACE und ACE 2: Wärmebild-Zielfernrohre mit 2560×2560-Display, Okularzoom, Entfernungsmesser und ballistischem Rechner, wie das ACE 2 H35R.
  • BOLT: Wärmebild-Zielfernrohre mit Entfernungsmesser, vom BOLT P25R bis zum BOLT H50R.
  • MATE, SLIM und NITE: Wärmebild-Clip-ons, 2-in-1-Geräte und digitale Tag/Nacht-Zielfernrohre.

HIKMICRO

HIKMICRO ist einer der führenden Hersteller von Wärmebildkameras und deckt alle Gerätetypen ab, vom Einsteiger-Monokular bis zum professionellen Multispektral-Fernglas.

  • LYNX 3.0: kompakte Monokulare mit Shutterless-Technologie, vom LYNX LE10 bis zum LYNX LQ35L mit Entfernungsmesser.
  • FALCON und CONDOR: Monokulare mit 640×512-Sensor, auch mit Entfernungsmesser (FALCON FQ50L, CONDOR CQ35L).
  • GRYPHON: multispektrales Monokular mit Bildfusion (GH25).
  • HABROK und RAPTOR: multispektrale Ferngläser mit 4K-Digitalkanal und Entfernungsmesser, vom HABROK 4K HE25L 2.0 bis zum HABROK Pro HX60LS mit 1280×1024-Sensor.
  • STELLAR, PANTHER, NEOS und THUNDER: Wärmebild-Zielfernrohre und Clip-ons.
  • ALPEX und CHEETAH: digitale Tag/Nacht-Zielfernrohre und Clip-ons, wie das ALPEX 4K LRF A50EL mit Entfernungsmesser.

Im Sortiment finden Sie außerdem Wärmebild- und Nachtsichtgeräte weiterer Marken, wie das Monokular Vortex Veil 400, die Wärmebildgeräte Konus Fiery und die digitalen Zielfernrohre Sightmark Wraith.

Einsatzbereiche

  • Selektive Jagd und Schalenwildregulierung: Stücke bei Morgengrauen, in der Abenddämmerung und, wo zulässig, bei Nacht entdecken und ansprechen; Fernglas oder Monokular bleiben das Suchgerät, auch wenn ein Zielfernrohr verwendet wird.
  • Nachsuche auf angeschweißtes Wild: Ein verletztes Tier bleibt warm und ist im Wärmebild auch in dichter Vegetation sichtbar.
  • Sicherheit: Vor dem Schuss hilft das Wärmebildgerät zu prüfen, dass sich keine Personen, Hunde oder anderen Tiere im Bereich und hinter dem Ziel befinden.
  • Naturbeobachtung: nachtaktive Tiere beobachten, ohne sie zu stören, Wildzählungen sowie Dokumentation mit Foto und Video.
  • Landwirtschaft und Grundbesitz: Felder und Zäune auf Wildschäden durch Schwarzwild kontrollieren, Haus- und Nutztiere überwachen.
  • Outdoor und Suche: Nachtwanderungen, Auffinden eines Jagdhundes oder eines entlaufenen Tieres sowie Such- und Rettungseinsätze.
Jäger auf dem Hochsitz beobachtet mit einem Multispektral-Fernglas HIKMICRO HABROK
Beim langen Ansitz auf dem Hochsitz ermöglicht das Fernglas die Beobachtung mit beiden Augen. Foto: HIKMICRO

Was das italienische Recht vorsieht

Der Einsatz dieser Geräte bei der Jagd ist in Italien durch das italienische Gesetz 157/1992 (legge 157/1992) sowie durch die regionalen Vorschriften und Jagdkalender geregelt. Zusammengefasst:

  • Das italienische Gesetzesdekret 63/2024 (decreto legge 63/2024, umgewandelt durch das Gesetz 101/2024, legge 101/2024) hat in Artikel 13 des Gesetzes 157/1992 den Absatz 2-ter eingefügt, der bei der selektiven Jagd auf Schwarzwild den Einsatz von Zielgeräten für die Nachtsicht, auch digitalen, erlaubt. Ausgenommen sind Geräte, die unter Rüstungsmaterial fallen (italienisches Gesetz 185/1990, legge 185/1990). Die Regionen haben die Vorschrift in ihre Jagdkalender übernommen.
  • Für andere Jagdarten hat die italienische Rechtsprechung (zum Beispiel der Kassationsgerichtshof, Corte di Cassazione, Urteil 48459/2015) ein auf der Waffe montiertes Nachtsichtgerät als unzulässiges Mittel eingestuft.
  • Maßnahmen zur Wildtierregulierung (Artikel 19 des Gesetzes 157/1992) erfolgen nach den regionalen Plänen, die festlegen, wer eingreifen darf, zu welchen Zeiten und mit welchen Mitteln.

Die Regeln unterscheiden sich von Region zu Region und werden häufig aktualisiert: Bevor Sie ein Nachtsicht- oder Wärmebildgerät bei der Jagd oder bei Regulierungsmaßnahmen einsetzen, prüfen Sie stets den Jagdkalender und die Pläne Ihrer Region. Die Informationen in diesem Abschnitt dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen nicht die geltenden Rechtsvorschriften.

Die richtige Wahl je nach Einsatz

Anforderung Gerätetyp Worauf achten
Erstes Gerät, um Wild auf kurze und mittlere Distanz zu suchen Kompaktes Wärmebild-Monokular 256×192 oder 384×288, Brennweite 13–25 mm, wechselbarer Akku
Wiesen und Lichtungen auf Distanz beobachten Wärmebild-Monokular oder -Fernglas 640×512, Brennweite 35–50 mm, NETD ≤15 mK, Entfernungsmesser
Langer Ansitz auf dem Hochsitz Wärmebild- oder Multispektral-Fernglas Beidäugige Beobachtung, Laufzeit, Digitalkanal zum Ansprechen
Tag/Nacht-Zielfernrohr zum besten Preis Digitales Zielfernrohr 4K-Sensor, IR-Strahler mit 850 oder 940 nm, Entfernungsmesser
Das eigene Zielfernrohr auch nachts nutzen Wärmebild- oder digitales Clip-on Passender Adapter, maximal empfohlene Vergrößerung des Zielfernrohrs
Ein einziges Gerät zum Beobachten und Zielen 2-in-1-Gerät Schnellspannmontage ohne Verlust der Treffpunktlage

Checkliste vor dem Kauf

  • Technologie: Wärmebild zum Entdecken, Digital für Details zu günstigen Kosten, Multispektral für beides.
  • Typ: Monokular, Fernglas, Zielfernrohr, Clip-on oder 2-in-1.
  • Sensorauflösung: mindestens 384×288 für die Jagd auf mittlere Distanz, 640×512 als vielseitigste Wahl.
  • NETD: 20 mK oder weniger.
  • Objektiv: kurze Brennweite für den Wald, lange für offenes Gelände.
  • Entfernungsmesser: nützlich zum Schätzen der Entfernung und unverzichtbar für die ballistische Berechnung.
  • Akku: angegebene Laufzeit und Möglichkeit, ihn im Feld zu wechseln.
  • Zubehör: Montagen, Clip-on-Adapter, IR-Strahler, Taschen.
  • Rechtslage: Prüfen Sie, was in Ihrer Region zulässig ist.

Alle Modelle finden Sie in den Kollektionen Wärmebildgeräte und Nachtsichtgeräte sowie auf den Markenseiten Nocpix und HIKMICRO. Montagen, Adapter und Akkus finden Sie im Bereich Zubehör für Optiken. Für eine Beratung zum passenden Modell können Sie uns gerne kontaktieren.

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